Übergangslösung in Kamenz ist Geschichte
Das Berufliche Schulzentrum "Konrad Zuse" ist zurück in Hoyerswerda: Am 20. April zog es planmäßig von seinem Kamenzer Interimsstandort wieder ins Stammgebäude.
„Wir sind dankbar, dass der Unterricht wieder am Standort Hoyerswerda stattfinden kann. Der Rückzug bedeutet für unsere Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium eine deutliche Entlastung, insbesondere durch den Wegfall der täglichen Wege nach Kamenz. Uns ist zugleich bewusst, dass die aktuelle Situation noch ein Kompromiss ist. Einzelne Bereiche befinden sich weiterhin in der Fertigstellung, und die schulorganisatorische Feinabstimmung wird uns noch eine Zeit begleiten“, erklärt die Schulleiterin Frau Kathleen Stephan.
Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in allen Bereichen der vollständige Ausstattungs- und Funktionsumfang wiederhergestellt ist, war es gemeinsames Ziel von Schule und Schulträger, den Unterricht so schnell wie möglich wieder am Standort Hoyerswerda stattfinden zu lassen.
„Mit der Rückkehr des BSZ nach Hoyerswerda setzen wir ein wichtiges Signal für den Bildungsstandort und die Region. Unser Anspruch war es, den Unterricht so schnell wie möglich wieder vor Ort zu ermöglichen. Dass dies bereits jetzt gelungen ist, ist das Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten. Gleichzeitig ist klar, dass noch nicht alle Maßnahmen vollständig abgeschlossen sind. Die bauliche Begleitung und weitere Umsetzung werden weiter konsequent fortgeführt, benötigen aber noch einige Zeit.“, so der zuständige Erste Beigeordnete Jörg Szewczyk.
Der temporäre Umzug nach Kamenz stellte alle Beteiligten vor erhebliche organisatorische und logistische Herausforderungen. Sowohl die Schulleitung, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler als auch die beteiligten Ämter der Landkreisverwaltung haben in den vergangenen Monaten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen einen durchgängigen Schulbetrieb sichergestellt.
Der Rückzug nach Hoyerswerda ist dabei nicht nur ein organisatorischer Schritt, sondern zugleich ein wichtiges Signal: für die Schülerinnen und Schüler, die Auszubildenden und Lehrkräfte ebenso wie für die Stadt Hoyerswerda und die regionale Wirtschaft. Das BSZ als zentraler Bildungsstandort ist damit wieder unmittelbar vor Ort präsent.
In den kommenden Wochen werden Restarbeiten sowie organisatorische Anpassungen schrittweise abgeschlossen, um den Schulbetrieb weiter zu stabilisieren und zu optimieren.
Das Schulgebäude in Hoyerswerda musste Anfang Mai 2025 vorsorglich geschlossen werden, nachdem im Rahmen von Baumaßnahmen minimale Belastungen durch künstliche Mineralfasern festgestellt wurden. Eine akute Gesundheitsgefährdung bestand nicht, dennoch entschied der Landkreis aus Vorsorgegründen, den Präsenzunterricht bis auf Weiteres an ins Gebäude des ehemaligen Gymnasiums in Kamenz, Macherstraße 146 zu verlegen. Das Gebäude in Hoyerswerda wurde daraufhin vorsorglich auf weitere Belastungen untersucht und gründlich gereinigt.