Landkreis Bautzen investiert in moderne Lernbedingungen für rund 500 Schülerinnen und Schüler
Mit dem feierlichen Spatenstich ist am 18. März der sichtbare Startschuss für den Neubau der Außenstelle des Humboldt-Gymnasiums Radeberg gefallen. Als Schulträger und Bauherr setzt der Landkreis Bautzen damit ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Bildungslandschaft im westlichen Kreisgebiet um.
Landrat Udo Witschas betonte in seinem Grußwort die große Bedeutung des Vorhabens für den Landkreis: „Es ist unser Anspruch, beste Voraussetzungen für die schulische Bildung im Landkreis Bautzen zu schaffen und vorzuhalten. Denn die Investition in die Jugend ist die beste Wirtschaftsförderung.“
Eschebach-Gelände wird neu genutzt
Die neue Außenstelle entsteht auf dem ehemaligen Eschebach-Gelände in Bahnhofsnähe. Künftig werden dort Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 7 unterrichtet. Geplant ist ein moderner Schulkomplex für rund 500 Kinder und Jugendliche mit 18 Klassenräumen, Fachunterrichtsräumen, einer Mensa beziehungsweise Aula sowie ansprechend gestalteten Außenanlagen mit grünem Klassenzimmer. Perspektivisch ist auf dem Grundstück auch eine Erweiterung um eine Sporthalle und Außensportanlagen möglich.
Dem Spatenstich gingen umfangreiche vorbereitende Maßnahmen voraus. In den Jahren 2024 und 2025 wurden auf dem Gelände alte Ruinen zurückgebaut und Altlasten fachgerecht entsorgt. Bis November 2025 wurde das Planum hergestellt. Bereits am 17. November 2025 hatten Landrat Udo Witschas und DIW-Geschäftsführer Jörg Winkler vor Ort den Generalunternehmervertrag für das Bauvorhaben unterzeichnet. Seit März 2026 läuft nun der Baubeginn mit ersten Maßnahmen zur Medienerschließung, unter anderem am Stauraumkanal. Der aktive Hochbau startet ebenfalls im März 2026.
Neubau wegen steigender Schülerzahlen am Humboldt-Gymnasium
Der Neubau ist notwendig, um den steigenden Schülerzahlen am traditionsreichen Humboldt-Gymnasium gerecht zu werden. Die bisherige Raumsituation war zuletzt zunehmend angespannt. Übergangslösungen in Containern und die begrenzten Kapazitäten des bisher genutzten Gebäudes „Haus 2“ machten deutlich, dass zusätzlicher Raum für modernes Lernen gebraucht wird.
Kosten und Bauzeit
Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund 23,3 Millionen Euro. Davon werden 12,1 Millionen Euro über Fördermittel des Freistaats Sachsen aus der Schulinfrastrukturverordnung bereitgestellt. Der Eigenanteil des Landkreises Bautzen beträgt 11,2 Millionen Euro.
Die Fertigstellung des Gesamtkomplexes ist für den Sommer 2027 geplant. Mit Beginn des Schuljahres 2027/2028 soll die neue Außenstelle dann in Nutzung gehen.
Landrat dankt allen Planern
Landrat Udo Witschas dankte in diesem Zusammenhang der Stadt Radeberg, den Planern, dem Generalunternehmer DIW sowie allen bisher Beteiligten für die konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit. Der Neubau sei ein starkes gemeinsames Signal für Bildung, für die Entwicklung des Schulstandortes Radeberg und für die Zukunft junger Menschen im Landkreis Bautzen.