Neubau für 488 Schülerinnen und Schüler nimmt weiter Gestalt an
Mit dem heutigen Richtfest hat der Neubau der Außenstelle des Humboldt-Gymnasiums Radeberg einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Nach dem ersten Spatenstich im März und der Grundsteinlegung im Juni ist der Bau inzwischen deutlich sichtbar vorangeschritten. Gemeinsam mit Sachsens Kultusminister Conrad Clemens, Radebergs Oberbürgermeister Frank Höhme, Vertretern der Stadt Radeberg, des Generalunternehmers DIW, der Schulleitung sowie weiteren Projektbeteiligten würdigte Landrat Udo Witschas den erreichten Baufortschritt.
„Spätestens mit dem Richtfest wird aus Plänen ein Gebäude, das man sich als künftigen Lernort wirklich vorstellen kann“, betonte Landrat Udo Witschas. „Wir schaffen hier nicht nur zusätzliche Räume, sondern langfristig gute Bedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Das ist eine Investition in die Zukunft unserer Region.“
Das Humboldt-Gymnasium zählt derzeit 1.165 Schülerinnen und Schüler in 48 Klassen und Kursen. Die bestehende Außenstelle wird aktuell für die Klassenstufen 5 und 6 genutzt. Zusätzlich ist am Hauptstandort eine Containeranlage notwendig, um den Unterrichtsbedarf abzusichern. Die räumlichen Bedingungen sind sowohl im Hauptgebäude als auch in der angemieteten Außenstelle beengt.
Mit dem Neubau entsteht deshalb eine dauerhafte und moderne Lösung. Künftig sollen dort 488 Schülerinnen und Schüler in 19 Klassen der Klassenstufen 5 bis 7 unterrichtet werden. Das Gebäude wird über moderne Unterrichts- und Fachunterrichtsräume verfügen und die Raumsituation am gesamten Schulstandort deutlich entspannen. Perspektivisch kann damit auch auf die derzeitige Containerlösung verzichtet werden.
Auch baulich hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Die letzte Decke wurde am 25. September 2026 betoniert, Anfang Oktober konnten die Betonarbeiten an der Attika abgeschlossen werden. Es folgten die Abdichtung des Flachdaches sowie ein Provisorium für das Atriumdach. Seit dem 21. Oktober laufen die Arbeiten an Fenstern und Fassade.
Eine besondere Herausforderung hatte zuvor der Baugrund dargestellt. Fragen der Tragfähigkeit und vorhandene Schadstoffe mussten gelöst werden. In enger Abstimmung zwischen dem Landkreis Bautzen und den beteiligten Unternehmen konnten dafür tragfähige Lösungen gefunden und die Voraussetzungen für den weiteren Bau geschaffen werden.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 23,3 Millionen Euro. Davon entfallen rund 17,7 Millionen Euro auf die Leistungen des Generalübernehmers DIW. Der Freistaat Sachsen unterstützt das Gesamtvorhaben mit 12,1 Millionen Euro aus Mitteln der Förderrichtlinie Schulinfrastrukturverordnung. Der Landkreis Bautzen trägt 11,2 Millionen Euro Eigenmittel.
Landrat Udo Witschas dankte beim Richtfest insbesondere den Bauleuten, Handwerkern, Planern und Ingenieuren sowie dem Generalunternehmer DIW, der Stadt Radeberg, der Schulleitung und allen weiteren Beteiligten für die bisherige Zusammenarbeit.
Die Fertigstellung des Neubaus ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Anschließend soll die neue Außenstelle zum Schuljahresbeginn 2027/2028 in Betrieb gehen.
Mit dem Neubau stärkt der Landkreis Bautzen langfristig den Bildungsstandort Radeberg und schafft moderne Lernbedingungen für kommende Schülergenerationen.