Bautzen, DER LANDKREIS

Richtfest am Jahnsportplatz Kamenz gefeiert

rechter Unterarm eines Zimmermanns bei seiner Arbeit auf dem Dachstuhl
10.07.2026

Moderne Anlage für den Schul- und Freizeitsport entsteht

Drei Männer, davon einer im Zimmermannskluft, auf einem Dachstuhl
von links: Jörg Szewczyk, Erster Beigeordneter des Landkreises Bautzen, Michael Preuß, Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, sowie Zimmermann Patrick Vanatko von der Kero Zimmerei und Holzbau GmbH

Mit dem Richtfest für das neue Funktionsgebäude ist heute ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Neugestaltung des Jahnsportplatzes Kamenz erreicht worden. Der Landkreis Bautzen und die Stadt Kamenz setzen das gemeinsame Projekt zur umfassenden Sanierung und Wiederherstellung der traditionsreichen Sportanlage gemeinsam um.

Auf dem Gelände entstehen moderne Bedingungen für den Schul- und Freizeitsport. Vorgesehen sind unter anderem eine 100-Meter-Laufbahn, eine 200-Meter-Laufbahn, eine Rundlaufbahn sowie Anlagen für Hürdenlauf, Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen. Hinzu kommen Flächen für Basketball, Volleyball und Kleinfeldfußball. Ein Großteil der Sportflächen wird mit Kunststoffbelag ausgeführt.

Zentraler Bestandteil der Maßnahme ist außerdem der Neubau eines eingeschossigen Funktionsgebäudes. Dieses erhält Umkleide- und Sanitärbereiche für Jungen und Mädchen. Zusätzlich entstehen Räume für den Kinderschutzbund, der die Betreuung des angrenzenden Skaterparks übernimmt.

Auch der Skaterpark wird stärker in das Gesamt-Areal eingebunden. Dafür wird ein Fitnesspfad geschaffen, der die Sportanlage mit dem Skaterpark verbindet. Ergänzend entstehen die für die Nutzung notwendigen Verkehrsflächen und Stellplätze. Die Medienanschlüsse für das neue Gebäude, darunter Fernwärme, Strom und Wasser, wurden in Abstimmung mit der Ewag neu geplant und hergestellt.

„Hier entsteht nicht einfach nur ein neuer Sportplatz. Hier entsteht ein Ort, an dem junge Menschen wieder gute Bedingungen für Bewegung, Schulsport und Freizeit bekommen“, so der Erste Beigeordnete Jörg Szewczyk. „Der Jahnsportplatz war viele Jahre nicht nutzbar. Umso wichtiger ist es, dass wir dieses Areal jetzt gemeinsam mit der Stadt Kamenz wiederbeleben. Nach der Sanierung des Lessing-Gymnasiums ist das ein weiterer wichtiger Baustein für den Bildungsstandort Kamenz.“

Künftig soll die Anlage vor allem durch Schülerinnen und Schüler des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums, der 1. Oberschule Kamenz sowie des Beruflichen Schulzentrums Kamenz genutzt werden. Sie finden hier künftig wieder moderne und zeitgemäße Bedingungen für den Sportunterricht vor.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Davon werden rund 2,625 Millionen Euro über EFRE-Mittel gefördert. Weitere 525.000 Euro werden über die Städtebauförderung von Bund und Land bereitgestellt. Die Stadt Kamenz trägt rund 350.000 Euro. Der Landkreis Bautzen organisiert und leitet das Bauvorhaben in der Umsetzung. Die Fertigstellung ist bis Weihnachten 2026 geplant.

Der Jahnsportplatz hat eine lange Geschichte. Bereits im Herbst 1901 wurde auf Initiative des Kamenzer Turnvereins 1846 mit der Anlage eines Turnplatzes begonnen. Am 25. Mai 1902 wurde das Areal unweit der Hoyerswerdaer Straße feierlich eröffnet. Über Jahrzehnte war der Platz ein wichtiger Ort für Schul-, Vereins- und Freizeitsport. In den vergangenen Jahren war eine Nutzung aufgrund des schlechten baulichen Zustands jedoch nicht mehr möglich. Auch das alte Sanitärgebäude war nicht mehr nutzbar und wurde im Zuge der Maßnahme bereits abgebrochen.