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Mit 297.900 Euro werden im Landkreis Bautzen in diesem Jahr Projekte gefördert, die für mehr Barrierefreiheit sorgen werden. Landrat Udo Witschas übergab am 26. März 2026, die Fördermittelbescheide des Programms „Lieblingsplätze für alle“ an die Vertreter von insgesamt 16 Firmen, Vereinen, Kirchgemeinden und Kommunen
Durch die Beseitigung bestehender Barrieren soll Menschen mit Behinderungen die Nutzung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen erleichtert werden. Ziel ist es, ihnen eine selbstverständliche Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit Fördermitteln aus dem Programm „Lieblingsplätze für alle“ des Freistaates Sachsen werden Investitionen ermöglicht, die zum Abbau bestehender Barrieren, insbesondere im Kultur-, Freizeit, Bildungs-, Gastronomie und Gesundheitsbereich beitragen. 25% der Fördersumme des Freistaates Sachsen sind dabei zur Schaffung von Barrierefreiheit in bestehenden ambulanten Arztpraxen und Zahnarztpraxen vorgesehen. Im Landkreis entfallen in diesem Jahr sogar 30,33% auf derartige Vorhaben.
Von den insgesamt 4 Millionen Euro, die der Freistaat über das Investitionsprogramm an Fördermitteln ausreicht, stehen dem Landkreis Bautzen 297.900 Euro für das Jahr 2026 zur Verfügung. Über deren Verteilung entscheidet das Landratsamt Bautzen. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit der Behindertenbeauftragten im Landkreis Bautzen, Franziska Pohling, getroffen.
Insgesamt sind für das Jahr 2026 32 Anträge eingegangen, mit welchen 611.571,99 € an Fördermitteln beantragt wurden. Davon werden 16 Projekte gefördert und 4 Projekte als Nachrücker aufgestellt. Für den Fall, dass Fördermittel nicht in Anspruch genommen werden, haben Nachrücker die Möglichkeit einer Förderung, teilweise oder in vollem Umfang. Damit soll sichergestellt werden, dass die vom Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellten Fördermittel zu 100 % an förderfähige Projekte weitergeleitet werden.
Einschließlich der aktuellen Projekte wurden in den zurückliegenden 12 Jahren insgesamt 216 Maßnahmen gefördert. Dahinter steht ein Gesamtförderbetrag von rund 3,5 Millionen Euro.
Diese Projekte werden 2026 gefördert:
| Antragsteller/ Projektträger | Maßnahme |
|---|---|
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Gemeinde Haselbachtal |
Barrierefreier Umbau der Kegelbahn Reichenau |
| Frau Mara Hertrampf | Installation eines Treppenliftes für den barrierefreien Zugang zur Arztpraxis in Kamenz |
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Evangelische Gesamtkirchengemeinde Mittellausitz, Ortskirche Lauta-Dorf |
Herstellung eines barrierefreien Fußbodens in der Veranstaltungsscheune im Pfarramt Lauta-Dorf |
| Ev.- Luth. Kirchspiel Bautzen |
Schaffung eines barrierefreien multifunktionalen Aufenthalts- und Begegnungsbereiches |
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Eigentümergemeinschaft Tina Grafe-Steudel und Daniel Steudel |
Bau einer Rampe mit Handläufen am Ärztehaus in Großröhrsdorf |
| Königsbrücker Wohnungswirtschaft, Eigenbetrieb der Stadt Königsbrück |
Barrierefreier Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus Röhrsdorf |
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Reitsportverein Wittichenau e.V. |
Anschaffung eines barrierefreien WC- Containers auf Grundstück des Reitsportvereins Wittichenau e.V. |
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Gemeinde Neukirch |
Errichtung einer barrierefreien Sanitäranlage in der Begegnungsstätte Schmorkau |
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Frau Dr. med. Linda Meixner |
Anschaffung von zwei elektrischen Untersuchungsliegen in Doppelarztpraxis f. Allgemeinmedizin in Hoyerswerd |
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Große Kreisstadt Radeberg |
Einbau eines Hubliftes von der Stadtbibliothek Radeberg zum Veranstaltungsraum |
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Gemeinde Arnsdorf |
Einbau eines Rollstuhl-Schrägaufzuges zur barrierefreien Erschließung des 1. OG im Dorfgemeinschaftshaus Fischbach |
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Ev.-Luth. Kirchgemeinde Neukirch/Lausitz |
Barrierefreier Zugang zur Kirche in Neukirch |
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Große Kreisstadt Kamenz |
Nachrüstung von taktilem Leitsystem für Sehbehinderte in der Stadtbibliothek G.E. Lessing zu Kamenz |
| Zahnärzte Stille MVZ GmbH |
Einbau von zwei Automatiktüren innen und außen im Eingangsbereich der Zahnarztpraxis in Ottendorf-Okrilla |
| Daniel Popella (Ortschaftsrat Cunnewitz/Schönau) | Errichtung barrierefreier Sanitäranlagen im Kultur- und Vereinshaus Cunnewitz/Schönau |
| Sustineo Ortszentrum GmbH | Umbau zur Schaffung eines barrierefreien Zugangs mittels Rampe am künftigen medizinischen Zentrum Großdubrau |
„All dies sind Maßnahmen, die Menschen mit Behinderungen, insbesondere Gehbehinderungen, also den Rollstuhlfahrern nun ermöglichen, ihre Einrichtung zu nutzen. Darüber sind wir als Landkreis sehr froh und unterstützen dies gern“, so Landrat Udo Witschas bei der Übergabe der Fördermittelbescheide.