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Hygieneüber­wachung in Schlacht- und Fleisch­verarbeitungs­betrieben

Ihr erster Ansprechpartner im Landratsamt: das Bürgeramt

gehört zu: Lebensmittelüberwachung

Das Bild zeigt eine Trichinelle in starker Vergrößerung.
Trichinelle stark vergrößert
17.09.2020

Information des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

Trichinellenfund bei einem Wildschwein im Landkreis Bautzen

Im Rahmen der routinemäßigen Untersuchung auf Trichinellen bei Wildschweinen wurden im LÜVA Bautzen am 05.08.2020 im Sammelansatz der Verdauungsmethode zahlreiche bewegliche Trichinellenlarven gefunden. In den Einzelnachuntersuchungen am 06.08.2020 konnte das betroffene Wildschwein, ein weiblicher Überläufer von 42 kg, zweifelsfrei identifiziert werden.
Die Proben wurden zur Bestätigung und Differenzierung an das nationale Referenzlabor im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Berlin weitergeleitet.
Dort wurde der Befund als Trichinella spiralis bestätigt. In der Verdauungsflüssigkeit des Einzelansatzes wurden 188 Trichinellen, in der Muskelprobe von 100 g insgesamt 2210 Trichinellen (entspricht 22,10 Trichinellenlaven/g Fleisch) nachgewiesen.
Der Tierkörper des Wildschweines und die Organe wurden gemäß der Rechtsvorschriften als genussuntauglich beurteilt und in der Tierkörperbeseitigungsanlage Lenz unschädlich beseitigt.

Was müssen Jagdausübungsberechtigte beachten?

Dieser Befund zeigt, dass mit Trichinellenbefunden bei Wildschweinen immer gerechnet werden muss, und dass bei der Probenahme, Dokumentation und Untersuchung Sorgfalt unabdingbar ist.
In diesem Zusammenhang sollen die Jagdausübungsberechtigten nochmals auf folgende Punkte hingewiesen werden:

  • Entnahme von qualitativ verwertbaren Proben aus dem Unterarm und dem Zwerchfell(pfeiler) von insgesamt 30 bis 50 g je Wildschwein.
  • Abgabe der Proben so zeitnah wie möglich nach der Erlegung.
  • Beschriftung des Probenbeutels mit Nummer des Wildursprungsscheins (WUS) mit wasserfestem Stift.
  • Vollständigkeit und Leserlichkeit der Angaben auf dem Wildursprungsschein (insbesondere auch die aktuelle telefonische Erreichbarkeit).

Diese Maßnahmen dienen dem vorbeugendem, gesundheitlichem Verbraucherschutz zur Vermeidung von Trichinellose beim Menschen.

Ist eine Trichinellose für den Menschen gefährlich?

Diese klassische Zoonose (Krankheit die vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden kann) kann schwerwiegende Erkrankungen, die bis zum Tod führen können, auslösen.

Nach Abschluss der Untersuchungen auf Trichinellen und festgestellter Trichinellenfreiheit werden diese Ergebnisse auf der Internetseite des Landratsamt Bautzen veröffentlicht. Nach Erlegungsdatum geordnet werden die Schwarzwildstücke als „frei“ gekennzeichnet und dürfen daraufhin verwendet werden.

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