Bautzen, DER LANDKREIS

BSZ Radeberg: Mit JTF-Mitteln auf dem Weg zum Kompetenzzentrum

verschieden große Stapel aus Cent- und Euromünzen
02.09.2025

Das Berufsschulzentrum Radeberg ist um eine wichtige Weichenstellung reicher

in einer Halle stehen vier Männer. Der dritte hält eine Mappe
von links: Radebergs Oberbürgermeister Frank Höhme, der Erste Beigeordnete des Landrates Jörg Szewczyk, Kultusminsiter Conrad Clemens und BSZ-Schulleiter Thoralf Stöckl freuen sich über die Übergabe der Fördermittel.

Mit vier Förderschecks über 2,78 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm „Just Transition Fund (JTF)“ erhält die Schule eine umfassende Modernisierung ihrer Fachbereiche.

Kultusminister Conrad Clemens übergab den symbolischen Scheck am heutigen Tag an den Ersten Beigeordneten des Landkreises, Jörg Szewczyk und den Schulleiter Thoralf Stöckl.

„Der JTF ist für uns ein entscheidendes Instrument, um die berufliche Bildung im Strukturwandel zukunftsfest aufzustellen“, betont Jörg Szewczyk. „Wir investieren in moderne Ausbildungsbedingungen und sichern so die Fachkräftebasis für unsere Region.“

Vom Förderbescheid zum Zukunftsbild

Mit den neuen Mitteln werden gleich mehrere Fachbereiche auf den neuesten Stand gebracht: Ein Robotiklabor für die Metalltechnik, moderne Lernumgebungen in Automatisierung und Elektrotechnik sowie ein Fachlabor für Fahrzeugtechnik mit Fokus auf Elektromobilität und Fahrassistenzsysteme. Dazu kommen digitale Lernräume, in denen Schülerinnen und Schüler mit Virtual- und Augmented-Reality-Technologien arbeiten können.

„Wir schaffen Lernumgebungen, die nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern den Praxisbezug ganz selbstverständlich einbinden“, so Schulleiter Thoralf Stöckl. „Das ist ein echter Mehrwert für die Jugendlichen – und für die Unternehmen, die auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen sind.“

Radeberg als Kompetenzzentrum Technologie und Mobilität

Parallel zur Scheckübergabe überreichte der Erste Beigeordnete dem Staatsminister ein Positionspapier, das die Perspektive des Landkreises für den Standort Radeberg aufzeigt.

Darin sind drei zentrale Entwicklungslinien verankert:

  • Technologie – Ausbau der Ausbildung in Automatisierung, Elektrotechnik und Digitalisierung.
  • Mobilität – Schwerpunkt auf Fahrzeugtechnik, Elektromobilität und moderne Assistenzsysteme.
  • Regionale Verankerung – Sicherung des Fachkräftebedarfs für Industrie, Handwerk und Dienstleistungen im ländlichen Raum.

„Unser Ziel ist es, das Berufliche Schulzentrum (BSZ) Radeberg zu einem Kompetenzzentrum für Technologie und Mobilität zu entwickeln“, erklärt Jörg Szewczyk. „Die Investitionen aus dem JTF sind dafür die Grundlage, das Positionspapier markiert den nächsten Schritt. Wir werben beim Freistaat darum, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.“

Investitionen für die Region

Bis 2027 plant der Landkreis Bautzen insgesamt bis zu 19 Millionen Euro in seine beruflichen Schulen zu investieren. 90 Prozent davon werden durch EU- und Landesmittel finanziert, der Eigenanteil wurde bereits 2024 durch den Kreistag gesichert. Nach Bautzen und Kamenz ist Radeberg der dritte Standort, der von den Förderungen profitiert.

Mit der heutigen Zuwendung, den geplanten Investitionen und der klaren strategischen Ausrichtung setzt der Landkreis ein starkes Signal: Berufliche Bildung im ländlichen Raum wird nicht nur erhalten, sondern gezielt modernisiert und weiterentwickelt.

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