Bautzen, DER LANDKREIS

Forstwirtschaftliche Schädlingsbekämpfung in Trinkwasserschutzgebieten

Hinweisschild mit der Aufschrift: "Trinkwasserschutzgebiet" im Wald.
Trinkwasserschutzgebiet im Wald.
02.03.2021

Waldbewirtschafter müssen auf Trinkwasserschutz achten

Besonders sensibel: Trinkwasserschutzgebiete im Forst

Forstwirte und andere Waldbewirtschafter müssen bei der Bekämpfung des Borkenkäfers in Trinkwasserschutzgebieten auch auf wasserrechtliche Nutzungseinschränkungen und Verbote achten - und sich im Zweifel rechttzeitig über die Gebiets- und Nutzungssituation informieren. In Trinkwasserschutzgebieten müssen sie dabei im Wesentlichen

  • Vorkehrungen zum schadlosen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen treffen, vor allem bei der Lagerung, der Behandlung und beim Transport des geschlagenen Stammholzes
  • Bodeneingriffe minimieren
  • den Boden vor Erosion schützen

Muss bei der Arbeit im Wald von den besonderen Anforderungen in Trinkwasserschutzgebieten abgewichen werden, so ist eine wasserrechtliche Befreiung von diesen Anforderungen durch die untere Wasserbehörde erforderlich.

Liegt Ihr Wald im Trinkwasserschutzgebiet?

Im Geoweb sehen Sie, ob Ihr Wald in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt.

  • zum Geoweb Sehen Sie hier die Trinkwasserschutzgebiete für Grundwasserfassungen im Landkreis Bautzen.

Welche Nutzungsbeschränkungen und Verbote gelten in Trinkwasserschutzgebieten?

Lesen Sie dazu unsere Publikation "Forstwirtschaft in Trinkwasserschutzgebieten".

Ihre Ansprechpartner

Mit Ihren Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner zur Dienstleistung "Ausweisung und Überwachung von Wasserschutzgebieten".

Hintergrund:

Wald mit seiner natürlichen Speicher- und Reinigungsfunktion gilt als die wohl verträglichste Nutzungsform zum Schutz der Grundwasserdargebote für die regional öffentliche Trinkwasserversorgung.

Die Maßnahmen zur Borkenkäferbekämpfung können mit erheblichen Risiken für Grundwasserdargebot und Grundwasserbeschaffenheit verbunden sein. Sensibel sind vor allem flache Quellfassungen in sogenannter Hanglage, wie die im südlichen Gebiet des Landkreises Bautzen (Fichtenbestände).

Darüber hinaus ist es nicht ausgeschlossen, dass Brunnen und Sickerstränge durch den Einsatz forstwirtschaftlicher Geräte beschädigt werden, da sie unter der Erdoberfläche oft nicht ohne Weiteres erkennbar sind. Das ist auch bei der Wiederaufforstung zu beachten, damit beispielsweise Wurzeln der neu gepflanzten Bäume nicht später die Wasserfassungen beschädigen.