Bautzen, DER LANDKREIS

Corona-Pandemie: Forstwirtschaft im Nebenerwerb berechtigt zum Verlassen von Haus oder Wohnung

26.03.2020 -

Eine Information für Waldbesitzer

Forstwirtschaft im Nebenerwerb gilt als triftiger Grund zum Verlassen von Haus oder Wohnung während der geltenden Ausgangsbeschränkung

Seit dem 23. März gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung bis zum Ablauf des 5. April 2020, 24 Uhr. Grundlage für diese Regelung ist die Allgemeinverfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 22. März 2020.

Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne einen triftigen Grund untersagt. Die "Ausübung beruflicher Tätigkeiten" gilt als ein solcher triftiger Grund im Sinne der Allgemeinverfügung.

In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob darunter auch die unternehmerische Tätigkeit in Gewerbebetrieben, einschließlich land- und forstwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetriebe (zum Beispiel im Kleinprivatwald) zu verstehen ist.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat dazu klargestellt, dass die "Ausübung beruflicher Tätigkeit" grundsätzlich die gesamte berufliche Tätigkeit einer Person umfasst, unabhängig davon ob diese als Einzelunternehmer, im Nebenerwerb oder als Angestellter eines Unternehmens ausgeübt wird.

Für die Waldbesitzer bedeutet dies, dass das Aufsuchen und Bewirtschaften ihrer Waldflächen als triftiger Grund gemäß Nr. 2.2 der benannten Allgemeinverfügung zu werten ist, weil es sich im Regelfall zumindest um einen forstwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb handelt. Die Auflagen hinsichtlich des Kontaktverbots sind dabei zu beachten.

 

Ihre Ansprechpartner

Fragen zum Thema richten Sie an die Ansprechpartner des Sachgebietes "Forstreviere, Naturschutzbezirke".