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Netzwerk gegen multiresistente Erreger im Landkreis Bautzen

Postanschrift: Landratsamt Bautzen, Bahnhofstraße 9, 02625 Bautzen
Besucheradresse: Hoyerswerda, Schlossplatz 2
Adresse in Karte anzeigen
 
Ansprechpartner: Thomas Mesabrowski
Telefon: 03591 5251-53222
Fax: 03591 5250-53222
E-Mail: mre-netzwerk@lra-bautzen.de
 
Aufgaben: 
  • Bereichsübergreifende, koordinierte Bekämpfung multiresistenter Erreger im Gesundheitswesen
  • Entwicklung einheitlicher Handlungsstrategien, um der Weiterverbreitung von Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken
  • Verbesserung der Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten betroffener Personen

Zum Netzwerk im Landkreis Bautzen gehören

  • Rettungsdienste
  • ambulante Pflegedienste
  • Alten- und Pflegeheime
  • Krankenhäuser
  • niedergelassene Ärzte
  • Laboreinrichtungen

Multiresistente Erreger

Wann spricht man von multiresistenten Erregern?

Durch den breiten Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und in der Tiermast können Bakterien Resistenzen (Widerstandsfähigkeit) gegenüber Antibiotika entwickeln. Werden Bakterien resistent gegen mehrere verschiedene Antibiotika, so spricht man von multiresistenten Erregern.

Bekannte Vertreter multiresistenter Erreger sind zum Beispiel

  • der methicillin-resistente Staphylococcus aureus
  • Vancomycin-resistente Enterokokken
  • Bakterien, die in der Lage sind, Extended-Spectrum Beta-Laktamasen zu bilden

Bakterien, die in der Lage sind, Extended-Spectrum Beta-Laktamasen zu bilden, können weitere Antibiotikaresistenzgene erwerben. Das kann dazu führen, dass sich diese Erreger zu sogenannten multiresistenten gram-negativen Stäbchenbakterien entwickeln. Solche Resistenzen können von

  • Bakterien der normalen menschlichen Darmflora wie Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae
  • Umweltkeimen wie Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter baumannii

gebildet werden. Die Weltgesundheitsorganisation stufte solche Erreger auf der Liste der gefährlichsten Bakterien als kritisch (Priorität 1) ein.

Multiresistente Erreger in Krankenhäusern und Badegewässern

Multiresistente Erreger können zu Infektionen führen, die nur schwer oder überhaupt nicht mehr behandelbar sind. Deshalb sind sie in Krankenhäusern und in der ambulanten Versorgung besonders gefürchtet.

Aber auch in Badegewässern können multiresistente Keime zu finden sein. Sie werden beispielsweise über Krankenhausabwässer oder über Abwässer aus Tiermastbetrieben in die Umwelt eingetragen.

Im Trinkwasser besteht nach derzeitigem Wissensstand jedoch keine erhöhte Gesundheitsgefährdung durch multiresistente Erreger.

Empfehlungen zum Hygienemanagement im Umgang mit multiresistenten Erregern

Überleitungsbogen zur Überweisung und Verlegung von Patienten mit MRE im stationären und ambulanten Bereich

Informationen für Vertragsärzte

2012 wurde die Vergütung von Leistungen zur Diagnostik und ambulanten Eradikationstherapie von MRSA-Trägern in der vertragsärztlichen Versorgung vereinbart.

Die Leistungen werden seit Juli 2016 nach einem einheitlichen Bewertungsmaßstab extrabudgetär und außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung bezahlt. Die Abrechnung setzt eine Zertifizierung voraus.

Leistungsbeschreibung - EBM 30.12 "Spezielle Diagnostik und Eradikationstherapie im Rahmen von MRSA"

Abrechnungsfähige Leistungen nach EBM

Zertifizierte Online-Fortbildung nach EBM