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Landrat - Krajny rada

Von Zeit zu Zeit - Januar 2019

Von Zeit zu Zeit ändern sich Sichtweisen und Prioritäten

.Letzteres hat auch mit fortschreitender Lebenszeit und gemachten Erfahrungen zu tun. Aus diesen Erfahrungen und Erkenntnissen speisen sich übrigens die guten Vorsätze, welche wir uns – alle Jahre wieder – immer aufs Neue zum Jahreswechsel auferlegen.

Da wäre zunächst die Gesundheit. Gesünder leben, sei es Ernährung, der mäßige Gebrauch von Genussmitteln oder eben mehr Bewegung. Kranke wollen gesund, Gesunde nicht krank werden. Andere wollen mit ihrem Umfeld, ihren Mitmenschen besser auskommen, verständiger sein.

Manche stellen sich Ziele. Endlich das machen oder erleben können, wofür bisher immer keine Zeit, Gelegenheit oder Möglichkeit gewesen ist. Oder: sich weniger aufregen, stressen, von anderen beeinflussen oder bevormunden lassen.

So oder so. Bei einem jeden wird die Mischung von all dem individuell unterschiedlich sein - so unterschiedlich wie wir Menschen glücklicherweise sind.

Hoffen wir, dass zumindest einige Vorsätze übers Jahr halten, damit wir uns besser fühlen, damit so manches besser wird – besser im Großen wie im Kleinen.

Dieses sich Etwas-Besseres-vornehmen ist bei Lichte betrachtet gelebte Verantwortung – Eigenverantwortung. Die Vorsätze zum Jahreswechsel richten sich an uns, an unseren „inneren Schweinehund" selbst, nicht an einen anonymen Staat oder die abstrakten Anderen. Das ist in heutigen Zeiten selten geworden. Wir haben es uns zur Regel gemacht, Verantwortung zu delegieren.

Geraten die Kinder nicht, so sind Kita, die Schule und damit der Staat schuld. Ernähren wir uns zu ungesund, so sind Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Handel verantwortlich. Kommen wir im Leben nicht zurecht, an uns liegt’s freilich nicht. Wir fahren die Ellbogen aus, streiten wegen Banalitäten mit Partnern, Kollegen oder Nachbarn, wissen ganz genau was die „Anderen" falsch machen. Im Ergebnis unseres eigenen (Mit-)Tuns beklagen wir eine „kälter" werdende Gesellschaft.

„Ein jeder ist seines Glückes Schmied" hieß es in vergangenen Zeiten. Schon damals wusste man natürlich auch, dass dies nicht immer stimmt. Krankheit, ein Hineingeboren-Sein in ungünstige Umstände oder eine besonders schwere Zeit. Hinzu kommen Unfälle, Missgeschicke oder sonstige Betroffenheit im Sinne des Wortes.

Aber auch hier wäre es falsch, dem Zeitgeist zu folgen, indem die Ausnahmen zur Regel erklärt werden. Es kommt schon im Großen und Ganzen auf uns selbst an.

Bereits der 1742 geborene deutsche Physiker G.C. Lichtenberg stellte in einem solchen Zusammenhang fest: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll." Das gilt für uns alle privat ebenso wie gesellschaftlich.

Leben ist nun mal Veränderung, da sich mit der Entwicklung der Technik und der sonstigen Umstände immer wieder neue Fragen stellen. Bewährtes erhalten und bereit sein, neue Wege zu gehen, ist das Einfache, was so schwer zu machen ist. Das war und ist so – und wird so bleiben.

Das neue Jahr 2019 ist schon so neu nicht mehr. Gleichwohl möchte ich Ihnen dafür Gesundheit, Glück und Zuversicht wünschen. Zuversicht durch Vertrauen, auf das, was in uns steckt, als Person und in der Gemeinschaft.

2019 ist für uns ein besonderes Wahljahr. Ortschafts-, Gemeinde- und Stadträte, der Kreistag, das Europäische Parlament und auch der Sächsische Landtag sind neu zu wählen. Es geht dabei um Vertrauen. Vertrauen darauf, ob die zur Wahl Stehenden, die Interessen der Wählenden im Sinne von Stabilität und gelingender Zukunft vertreten.

Luther formulierte es drastisch: „...dem Volke aufs Maul schauen." Dabei heißt verantwortliches Handeln im Sinne dieser allgemeinen Interessen nicht, jedem nach dem Munde zu reden.

Hier zu differenzieren, ist fast ebenso schwer, wie gute Vorsätze einzuhalten. Es geht dabei eben nicht um ein ständiges Mehr und einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Nein, es kann dabei auch um Verzicht an der richtigen Stelle und um ein Entscheiden gehen, welches im Augenblick nicht einfach, aber am Ende eben doch richtiger ist – richtiger, weil zukunfts- und damit „enkeltauglich."

Nehmen wir uns also vor, unseren guten Vorsätzen treu zu bleiben. 2019 wird ein gutes Jahr!

Ihr
Michael Harig
Landrat

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