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Landrat - Krajny rada

Von Zeit zu Zeit - November 2018

Von Zeit zu Zeit ist es Advent! Wahnsinn!

...Advent. Wahnsinn! Nein,- nicht der Advent als solcher, nur der Umstand, dass es schon wieder so weit ist. Das langanhaltende schöne Wetter bis in den November hinein hat so manchem von uns den Blick verstellt. Ich schließe mich hier ein. Der Kalender jedoch ist unerbittlich.

Advent - der biblischen Geschichte zu Folge eine Fastenzeit. Durch bewussten Verzicht auf Gewohntes und Genuss wollte man sich vorbereiten, bereit machen für ein besonderes Ereignis. Die selbst auferlegte Änderung alltäglicher Gewohnheiten macht empfänglich im Sinne des Wortes. Wer kennt das nicht? Nach dem Fasten schmecken viele Lebens- und Genussmittel wieder besser und aromatischer, fühlen sich Dinge und Situationen intensiver an.

Nun, die Zeiten haben sich geändert. Advent ist für uns in heutiger Zeit nicht selten das ganze Gegenteil von Verzicht: Weihnachtsfeiern und -märkte, eine um sich greifende Hektik und Geschäftigkeit, um nichts zu vergessen und zu verpassen.

Auch im Beruflichen ist das so. Dieses und jenes muss noch werden, um Jahresziele zu erreichen, Kunden zufrieden zu stellen. Andere sind mit Jahresabschlüssen und der Wirtschaftsplanung für das Folgejahr befasst. Das Rad dreht sich immer schneller, so dass das „Oh so fröhliche"-Gedudel im Radio und Kaufhauspassagen nur noch nervt.

Hoffentlich kommen die Feiertage bald, um ausruhen zu können! Dann sind sie da und viel zu schnell wieder vorbei. Unser Überdreht-Sein führt dazu, dass wir nicht runter, nicht zur Besinnung, also nicht zur Ruhe kommen.

Fastenzeiten oder auch Pilgerwege haben nicht nur spirituell-religiöse oder gesundheitliche Funktionen. Durch Verzicht oder natürliches Fortbewegen kann und soll man mit sich selbst ins Reine kommen - ins Reine kommen durch Abstand und Selbsterkenntnis, ein Erkennen dessen, was und wer wirklich wichtig ist, was unserer Seele und unseren Nächsten gut tut.

Aus Kindheitstagen sind mir die sogenannten „Lichtelstunden" in der Adventszeit bei der Großmutter erinnerlich. Das elektrische Licht wurde gelöscht und der Raum wurde vom Schein weniger Kerzen ein ganz anderer. Wir Kinder beobachteten die Schlagschatten der drehenden Pyramidenflügel an der Decke und sangen Lieder. Die Zeit bis zum Heiligen Abend und den Feiertagen schien viel zu langsam zu vergehen. Vorfreude ist eben oft die schönste von allen.

Lassen wir uns darauf ein, damit Weihnachten werden kann.

Advent. Ein Jahr neigt sich dem Ende. Was für ein Jahr? Das 2018te, auf welches sich die Geburt dieses Jesus von Nazareth, die Quelle des Advents und der Weihnacht, jährt.

Ein Jahr zu warm und zu trocken. Ein Jahr mit viel Unruhe und zu wenig Frieden im Inneren und Äußeren. Ein Jahr mit Erfolgen und guten Entwicklungen. Wir trauerten um nahestehende Menschen und freuten uns über geborene Kinder.

Wir begingen 10 Jahre Landkreis und 750 Jahre Hoyerswerda, unter anderem. Wir erlebten eine verkorkste Fußball- WM aus deutscher Sicht und Wahlergebnisse, die das Befinden der Gesellschaft spiegeln. Wir diskutieren über Feinstaub als gebe es keinen Morgen und nur uns auf dieser Welt. Wir stellen die Motoren unserer Volkswirtschaft in Frage und scheinen zu vergessen, worauf unser Wohlstand gründet.

Wir suchten nach Lösungen und waren nur teilweise fündig. Wir lebten in Frieden und Freiheit und ohne Sorgen um das täglich Brot. Wir waren uns auch in diesem Jahr dessen nicht immer bewusst.

2018 - kein einfaches und dennoch ein gutes Jahr.

Kommen Sie gut durch den Advent!

Ihr
Michael Harig
Landrat

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