Bautzen, DER LANDKREIS

08. Dezember ist bundesweiter Warntag

Logo zum bundesweiten Warntag: Ein blaues Schild, im Bildteil die Bundesrepublik mit einem Warnsymbol, im Textteil der Schriftzug 'Warntag 2020. Wir warnen Deutschland.
Das offizielle Logo zum bundesweiter Warntag.
21.11.2022

Gemeinsame Aktion von Bund und Ländern: Überprüfung aller technischen Mittel zur Warnung der Bevölkerung

Probealarm am 08. Dezember, 11:00 Uhr

Was ist der bundesweite Warntag?

Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund und Ländern. Im Jahr 2022 findet der bundesweite Warntag am 8. Dezember 2022 statt.

Am bundesweiten Warntag wird zum einen die technische Infrastruktur der Warnung in ganz Deutschland mittels einer Probewarnung getestet. Zweck der Probewarnung ist es, Schwachstellen im Warnsystem zu finden, um diese im Nachgang zu beseitigen und das System für den Ernstfall stabiler und effektiver zu machen.

Was passiert am Bundesweiten Warntag?

Symbolische Grafik: in einer Zentrale mit Rechner, Schreibtischen und Bildschirmen gehen Meldungen ein

Was passiert bundesweit?

Die Probewarnung wird in Form eines Warntextes um 11:00 Uhr an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die an das Modulare Warnsystem angeschlossen sind (beispielsweise Rundfunkanstalten und Medienunternehmen).

Über das MoWaS werden auch direkt angeschlossene Warnmittel wie die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betriebene Warn-App "Nina" ausgelöst. 

Im Jahr 2022 wird erstmals über das MoWaS testweise eine Probewarnung über den Warnkanal Cell Broadcast ausgelöst. Cell Broadcast ist eine über die Mobilfunknetze übermittelte Warnmeldung, die die Empfangsbereitschaft des Mobilfunkendgerätes in einer Funkzelle des Mobilfunknetzes nutzt. So können in einem potenziellen Gefahrengebiet befindliche Mobilfunkendgeräte mit einer Warnmeldung angefunkt werden, ohne dass eine vorherige Registrierung oder Angabe von personenbezogenen Daten notwendig ist.

Parallel dazu können auf Ebene der Länder und der am Warntag teilnehmenden Kommunen verfügbare zusätzliche, das heißt nicht an das MoWaS angeschlossene kommunale Warnmittel (wie Sirenen, digitale Stadtinformationstafeln und Lautsprecherwagen) probeweise aktiviert werden.

Was passiert konkret im Landkreis Bautzen?

Symbolische Grafik: ein Bombenfund in einem Wohngebiet symbolisiert eine Gefahr. Die Gefahrenstelle wird abgesperrt. Feuewehr, Polizei, Notarzt stehen bereit, Menschen werden evakuiert, Radios und Handys senden Warnungen

Länder und Kommunen bestimmen selbst, auf welchen Wegen sie ihre Bevölkerung vor Gefahren warnen. Diese Wege können sehr unterschiedlich sein, daher ist auch die Wahl der Warnmittel am Warntag regional sehr unterschiedlich.

Neben dem Test des Modularen Warnsystems, durch das Probewarnungen über Apps, Rundfunk und andere Medien ausgelöst werden, wird im Landkreis Bautzen auch das Sirenennetz mit rund 400 Sirenen getestet. Hierzu werden die Sirenensignale „Warnung vor einer Gefahr“ und „Entwarnung“ gesendet. Nicht jede Ortslage verfügt über Sirenenanlagen. Das heißt, dass nicht überall Sirenensignale zu hören sein werden.

Ablauf des Bundesweiten Warntages

Darstellung des Sirenensignals zur Warnung: auf und abschwellender Heulton

Probealarm

11:00 Uhr:

  • Auslösung der Warnung über das MoWaS durch die Nationale Warnzentrale des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
  • Zeitgleich werden auf verschiedenen Kanälen Warnmeldungen mit folgendem Inhalt erfolgen: "Bundesweiter Warntag 2022 – Probewarnung: In Deutschland findet heute der Warntag 2022 mit einem bundesweiten Probealarm für alle Warnmittel statt. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.“
  • Auslösung des Sirenensignals „Warnung vor einer Gefahr“ (eine Minute Heulton: 6 Töne von jeweils 5 Sekunden Dauer mit 5 Sekunden Pause)

11:15 Uhr:

  • Beginn der möglichen Erprobung von Sprachdurchsagen durch die örtlichen Brandschutzbehörden. Die Erprobung der Sprachdurchsagen liegt in der Verantwortung der Städte und Gemeinden und ist eine Option zum Test, kein Muss.

11:30 Uhr:

  • Ende der möglichen Erprobung von Sprachdurchsagen durch die örtlichen Brandschutzbehörden. Die Erprobung der Sprachdurchsagen liegt in der Verantwortung der Städte und Gemeinden und ist eine Option zum Test, kein Muss.

Entwarnung

Darstellung des Signals zur Entwarnung:

Die Entwarnung erfolgt auf gleichem Wege über die Warnmittel und Endgeräte, über welche zuvor die Warnung versendet wurde. Die Entwarnung wird am bundesweiten Warntag um 11:45 Uhr ausgelöst. Diese Uhrzeit markiert den Endpunkt der Probewarnung: 

11:45 Uhr:

  • Auslösung der Entwarnung über das MoWaS durch die Nationale Warnzentrale Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe .
  • Zeitgleich wird auf verschiedenen Kanälen die Entwarnung mit folgendem Inhalt erfolgen: „Entwarnung. Bundesweiter Warntag 2022. In Deutschland fand heute der Warntag 2022 mit einem bundesweiten Probealarm für alle Warnmittel statt. Die bundesweite Probewarnung ist hiermit aufgehoben.“
  • Auslösung des Sirenensignals „Entwarnung“ (ein Dauerton von einer Minute)

Muss sich die Bevölkerung auf den bundesweiten Warntag vorbereiten?

Grundsätzlich muss sich die Bevölkerung nicht auf den Warntag vorbeiten.

Es bietet sich aber an, auch Angehörige und weitere nahestehende Menschen über den Warntag und den Probealarm am 8. Dezember zu informieren, damit diese an dem Tag Bescheid wissen, dass keine tatsächliche Gefahr für die Bevölkerung besteht.

Wer organisiert den bundesweiten Warntag?

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und die Innenministerien und -senate der Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit Vertretungen der kommunalen Spitzenverbände gemeinsam vor und führen diesen auch gemeinsam durch.

Warum gibt es den bundesweiten Warntag?

Der bundesweite Warntag verfolgt zwei Hauptziele: Zum einen wird die technische Warninfrastruktur einem Belastungstest unterzogen. Zum anderen sensibilisiert der Warntag die Bevölkerung für das Thema und zeigt die verschiedenen Wege, über die die Behörden im Ernstfall Warnungen versenden.

Am Warntag werden von allen Beteiligten die Abläufe im Fall einer Warnung getestet. Deswegen wird der Prozess von der Auslösung einer Warnmeldung bis hin zu ihrem Empfang auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger probeweise durchgespielt.

Auch die Warnmittel selbst werden getestet. Unter Warnmitteln werden dabei den Menschen zur Verfügung stehende „Endgeräte“ oder Anwendungen, wie Radio und Fernsehen, Internetseiten, Social Media, digitale Stadtinformationstafeln, Warn-Apps, Lautsprecherwagen oder Sirenen verstanden

Mehr Informationen

Auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erhalten Sie alle Informationen rund um den bundesweiten Warntag.