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Geflügelpest - Mrětwa pjerizny

22.03.2017

Neuer Sperrbezirk und neues Beobachtungsgebiet zum Schutz vor der Geflügelpest: Guttau

Bei einem in der Gemeinde Malschwitz, Ortsteil Guttau tot aufgefundenen Schwan wurde der Ausbruch der Geflügelpest bei einem Wildvogel mit Befund vom 21.03.2017 amtlich festgestellt.

Die Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung richtet sich an

  • alle Halter von Vögeln und an
  • alle Jagdausübungsberechtigte im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet sowie an
  • Halter von Hunden und Katzen im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet.

Sperrbezirk

Der in diesem Zusammenhang festgelegte Sperrbezirk betrifft folgende Teile des Territoriums des Landkreises Bautzen:

  • Ortsteile Göbeln, Spreewiese, Klix, Salga, Zschillichau, Sdier, Särchen, Neusärchen der Gemeinde Großdubrau

  • Ortsteile Malschwitz, Gleina, Brösa, Guttau, Buchwalde, Dubrauke, Neudörfel, Kleinsaubernitz, Wartha, Lömischau der Gemeinde Malschwitz

Überschneidungen gibt es im Bereich der Gemeinden Malschwitz und Großdubrau mit den Sperrbezirken vom 20.02.2017, geändert am 28.02.2017 (Olbasee) sowie vom 09.03.2017 (Großdubrau Ortsteil Klix). In diesen Gebieten gelten die Maßnahmen für den Sperrbezirk für mindestens 21 Tagen ab der Geflügelpestausbruchsfeststellung vom 21.03.2017 fort.

(siehe Karte in der Anlage).

In dem Sperrbezirk werden folgende sofortige Maßnahmen angeordnet:

  1. An den Hauptzufahrtswegen zum Sperrbezirk sind durch die Gemeinde(n) Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest-Sperrbezirk“ gut sichtbar anzubringen.
  2. Alle Halter, welche noch nicht ihrer Anzeigepflicht nachgekommen sind, haben dem zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Bautzen unverzüglich die Anzahl
    1. der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts und
    2. der verendeten gehaltenen Vögel sowie jede Änderung anzuzeigen.
  3. Es werden Untersuchungen in gewerblich gehaltenen Beständen angewiesen. Die Halter haben den mit den Untersuchungen beauftragten Personen die erforderliche Hilfe zu leisten.
  4. Vögel müssen in geschlossenen Ställen oder unter einer überstehenden, dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung gehalten werden.
  5. Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen aus einem Bestand nicht verbracht werden.
  6. Sämtliche Fleischerzeugnisse, die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden sind, dürfen nicht verbracht werden.
  7. Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen aus einem Bestand nicht verbracht werden.
  8. Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe eine wirksame Desinfektion z.B. durch getränkte Matten gewährleistet ist.
  9. Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.
  10. Die Jagd auf Federwild ist im Sperrbezirk untersagt.
  11. Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.
  12. Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.
  13. Ein innerhalb eines Sperrbezirks gelegener Stall oder sonstiger Standort, in dem Vögel gehalten werden, darf von betriebsfremden Personen nicht betreten werden.

Beobachtungsgebiet

Das in diesem Zusammenhang festgelegte Beobachtungsgebiet betrifft folgende Teile des Landkreises Bautzen:

  • Gemeinde Malschwitz (mit allen Teilen und Ortsteilen, die nicht zum Sperrbezirk gehören);
  • Gemeinde Großdubrau (mit allen Teilen und Ortsteilen, die nicht zum Sperrbezirk gehören);
  • Stadt Weißenberg mit allen Ortsteilen
  • Gemeinde Kubschütz mit allen Ortsteilen
  • Stadt Bautzen mit allen Ortsteilen
  • Gemeinde Radibor mit allen Ortsteilen
  • Ortsteile Oppitz und Neuoppitz der Gemeinde Königswartha sowie
  • unbebaute Teile der Gemeinde Hochkirch nördlich des Ortsteils Rodewitz

Überschneidungen gibt es mit dem Beobachtungsgebiet vom 20.02.2017, geändert am 28.02.2017 (Olbasee) sowie vom 09.03.2017 (Großdubrau Ortsteil Klix).

Weitere Überschneidungen gibt es mit dem Beobachtungsgebiet vom 20.02.2017, geändert vom 28.02.2017 (Königswartha OT Entenschenke).

In diesen Gebieten gelten die Maßnahmen für das Beobachtungsgebiet ab der Geflügelpestausbruchsfeststellung vom 21.03.2017 fort.

Die genaue Beobachtungsgebietsgrenze entnehmen Sie bitte der untenstehenden Karte.

I. Folgende Maßnahmen werden für das Beobachtungsgebiet angeordnet:

  1. An den Hauptzufahrtswegen zum Beobachtungsgebiet sind durch die Gemeinde(n) Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift „Wildvogelgeflügelpest-Beobachtungsgebiet“ gut sichtbar anzubringen.
  2. Alle Halter, welche noch nicht ihrer Anzeigepflicht nachgekommen sind, haben dem zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Bautzen unverzüglich die Anzahl
    1. der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts und
    2. der verendeten gehaltenen Vögel sowie jede Änderung anzuzeigen.
  3. Vögel müssen in geschlossenen Ställen oder unter einer überstehenden, dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung gehalten werden.
  4. Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

II. Folgende Maßnahmen werden für die Dauer von 15 Tagen angeordnet:

Gehaltene Vögel dürfen aus dem Beobachtungsgebiet nicht verbracht werden.

III. Folgende Maßnahmen werden für die Dauer von 30 Tagen angeordnet:

  1. Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestands freigelassen werden.
  2. Federwild darf nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der zuständigen Behörde gejagt werden.


Das Beobachtungsgebiet bleibt solange bestehen, bis es nach Risikobewertung durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt aufgehoben wird.