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Landrat - Krajny rada

Von Zeit zu Zeit - November 2017

Von Zeit zu Zeit kommt es anders als man denkt...

Nach dem die deutsche Öffentlichkeit nun täglich über die Fortschritte bei den Sondierungsgesprächen in Berlin ins Bild gesetzt wurde, ist nun Bildstörung. Offensichtlich - um in der Fernsehsprache zu bleiben - können oder müssen wir von einem Totalausfall ausgehen. Etwas Neues muss wohl her.

Die potentiellen Koalitionäre geben auf, bevor sie überhaupt angefangen haben. Zu groß war das Projekt „Jamaika“ - oder zu weit entfernt die von den Beteiligten vertretenen Positionen. Die vor und nach der Wahl vor allem in den sozialen Netzwerken außerordentlich aktiven Verschwörungstheoretiker müssen nun umschalten. Dass nun plötzlich auf Macht verzichtet wird, passt nun wirklich nicht in die „Volksverräter-Schablone“.

Aber im Ernst. Die deutsche Nachkriegsgeschichte kennt einen solchen Vorgang nicht. Durch die Verweigerung der Sozialdemokraten, für eine erneute Große Koalition zur Verfügung zu stehen, kamen Partner zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das Spannungsfeld zwischen eigenen Überzeugungen und der vom Wähler übertragenen Verantwortung für dieses Land in seiner Gesamtheit war zu aufgeladen: Zuwanderung, Energiewende und Kohle, Steuern, Soziale Gerechtigkeit oder auch das "Wie weiter" in der Landwirtschaft, Digitalisierung oder Verkehrspolitik.

Deutschland ist die größte und erfolgreichste Volkswirtschaft in Europa. Die Stimmungen vor und nach der Wahl, die von nicht wenigen in einer Art „Freude am Untergang“ empfunden wurden, suggerierten das Gegenteil. Alles zusammen mündet in der Fragestellung: Wie nun weiter? Was ist erforderlich, dass Zukunft gelingt? Wer ist in der Lage, diese Fragen am ehesten zu beantworten? Parteitaktische Überlegungen und ein fortwährendes Fischen im Trüben oder eher eine Allianz der Vernünftigen?

Es bleibt zu hoffen, dass es Antworten gibt auf einem Weg, der in eine gute, gedeihliche und friedfertige Zukunft führt. Friedfertig im Kleinen wie im Großen.

Am Wochenende, an welchem dieses Amtsblatt erscheint, begehen wir den Toten- oder auch Ewigkeitssonntag. Es ist einer dieser stillen Tage im November der erinnern soll. Erinnern an die, um die wir trauern - seien es Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn oder auch Kollegen gewesen. Und er soll auch mahnen, anmahnen an den Umstand, dass auch unser Leben begrenzt ist und dass damit eine besondere Verantwortung verbunden ist - unser Leben ist etwas Besonderes, Kostbares, Einzigartiges und Unwiederbringliches .

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Diese in der biblischen Geschichte formulierte Aufforderung ist eine der tragenden Säulen unserer „Abendländischen Kultur“. Darin wird deutlich, dass unser Sein, so individuell es auch gelebt wird, ohne Gemeinschaft und ohne Nächstenliebe ein ganz trostloses wäre. In der Erinnerung Trost finden, ist deshalb Inhalt und Anlass dieses Gedenktages, der damit auch das Ende des Kirchenjahres beschreibt.

Ende ist Anfang. Am darauf folgenden Sonntag feiern wir den 1. Advent. Bereits in nur 4 Wochen ist Heiligabend, ist Weihnacht. Wir sehen also heuer einer besonders kurzen Adventszeit entgegen. Machen wir auch deshalb das Beste daraus - so wie die vielen Organisatoren unserer Weihnachtsmärkte und Veranstalter vorweihnachtlicher Veranstaltungen.

Die Tristesse des zu Ende gehenden Monats November mündet erfreulicher Weise in diese Zeit der Lichter und der Vorfreude. Es ist immer wieder zu beobachten, dass Menschen allen Alters und unabhängig ihrer weltanschaulichen Verortung sich in den Bann dieser besonderen Zeit ziehen lassen.

Eine Fastenzeit ist der Advent hierzulande freilich nicht mehr. Unabhängig davon hat diese dennoch ihre Funktion behalten. Die einen nennen es Besinnung, andere übertriebene, unserer modernen Zeit nicht angemessene Sentimentalität. Ich schließe mich gern Ersterem an und hoffe, Sie können es mir gleich tun.

Ewigkeitssonntag und Advent, Ende und Anfang, Bangen und Hoffen. Freuen wir uns auf das, was kommt.

Ich wünsche Ihnen eine gute Adventszeit!

Ihr

Michael Harig

10 Jahre Landkreis Bautzen

Die Abbildung zeigt das Logo zu 10 Jahre Landkreis Bautzen

Wappen des Landkreises Bautzen

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