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Landrat - Krajny rada

Von Zeit zu Zeit - Mai 2018

Von Zeit zu Zeit müssen wir uns wieder an das Normale gewöhnen

Mit dem vergangenen Pfingstfest ist die Serie der schönen langen Wochenenden - seit dem 1. Mai - für das laufende Jahr erst einmal vorbei. Der Alltag hat uns also wieder. Oder nicht?

Für Schüler und Lehrer rücken die Sommerferien in greifbare Nähe. Für die Schulabgänger bedeutet dies Prüfungsstress. Andere planen Urlaub oder die eine oder andere Baumaßnahme, sei es privat oder gewerblich. Dabei ist Bauen angesichts der Hochkonjunktur gegenwärtig kein wirkliches Vergnügen. Hinsichtlich der Verfügbarkeit von Handwerksleistungen fühlt man sich hin und wieder an längst vergangene Tage erinnert. Alles hat eben seine Zeit.

Als Landkreis bilanzieren wir gegenwärtig die vergangenen 10 Jahre. Wie bereits mehrfach erwähnt, haben wir am 1. August das entsprechende Jubiläum. Viele Veranstaltungen werden im Rahmen dessen angeboten. So zum Beispiel am 17. Juni das Kloster- und Familienfest. Mit kostenlosen Shuttle-Bussen wollen wir Besuchern aus allen Teilen des Landkreises eine Teilnahme ermöglichen.

Apropos Bus: Der Kunstbus verkehrt in diesem Jahr am 9.und 10. Juni. Mit dieser Aktion wollen wir ganz bewusst Kunst und Kultur in unserem ländlichen Raum erlebbar machen. Stationen, Programme, Abfahrtszeiten etc. erfahren Sie unter anderem auf der Internetseite des Landkreises.

Am 23. Juni wollen wir mit einem „Tag der offenen Tür" Einblicke in unsere Straßenmeisterei am Standort Bautzen gewähren. Immerhin bewirtschaftet der Landkreis mit seinen gegenwärtig 6 Meistereien mehr als 1.650 km Bundes, Staats- und Kreisstraßen.

Ebenfalls im Zeichen des Jubiläums findet dann am 27. Juni zum 8. Mal der DAK Firmenlauf in Bautzen statt. Von „normalem Alltag" kann also kaum die Rede sein.

Vor kurzem wurde in der außerordentlichen Kreistagssitzung die Frage aufgeworfen, ob und wenn ja, was diese Kreisgebietsreform überhaupt gebracht hätte. Eine durchaus berechtigte Frage. Eine eindeutige Antwort ist freilich nur schwer zu finden.

Warum ist das so? Nun, die heutigen Landkreise sind bezüglich ihrer Aufgabenvielfalt mit den damaligen kaum noch zu vergleichen. Viele staatliche Aufgaben wurden seiner Zeit kommunalisiert. Nach dem Prinzip "Das Personal folgt der Aufgabe" übernahmen wir allein als Landkreis Bautzen 440 Mitarbeiter des Freistaats.

Der Bund übertrug die Aufgabe aus dem Programm „Bildung und Teilhabe" auf die Landkreise. Das Unterhaltsvorschussgesetz wurde verändert, so dass die entsprechenden Ansprüche bis zum 18. Lebensjahr bestehen. Ähnliches erfolgte im Bereich der Bundesteilhabegesetzgebung oder auch mit der Sächsischen Schulgesetznovelle.

In diesen 10 Jahren mussten zwei Flutereignisse, ein Tornado im westlichen Landkreis und auch die besondere Flüchtlingssituation bewältigt werden. Im Nachgang der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wurden sogenannte Konjunkturpakete geschnürt, die auch und besonders von den Landkreisen administriert werden mussten.

Unser Landkreis Bautzen investiert bezogen auf den Betrag je Einwohner nahezu doppelt soviel, wie der Durchschnitt der anderen sächsischen Kreise. Trotzdem zählt der Verschuldungsgrad (rund 105 Euro pro Einwohner) oder die Kreisumlage (rund 300 Euro pro Einwohner) zu den geringsten im Freistaat.

Ohne die bevorstehende Breitbanderschließung wurden in den vergangenen 10 Jahren mehr als 330 Miillionen Euro vom Kreis investiert.Die Integrierte Rettungsleitstelle in Hoyerswerda ist beispielhaft ebenso zu benennen, wie die Gymnasien in Großröhrsdorf und Bischofswerda, die Förderschulen in Hoyerswerda und Bischofswerda oder die Oberschulen in Cunewalde, Lohsa oder im Rödertal.

In Radeberg, Weißenberg, Lauta, Bautzen, Hoyerswerda, Neukirch/Lausitz und in Pulsnitz wurden neue Rettungswachen errichtet. Für mehr als 20 Millionen Euro wurde in Bautzen das Berufsschulzentrum Technik und Wirtschaft ertüchtigt. Gleiches gilt für das Internat und insgesamt für das Sorbische Schul- und Begegnungszentrum.

Das kreiseigene Klinikum errichtete einen dritten wichtigen Bauabschnitt, unter anderem mit einer Frauen-, Geburts- und Kinderklinik. Eine der Tochtergesellschaften der OLK schuf in Elstra und in Großdubrau neue, der Zeit und den Bewohnern gerecht werdene Pflegeheime.

Viele Kilometer Straßen und so manche Brücke wurden saniert oder neu geschaffen.

Ich glaube behaupten zu dürfen, dass all dies neben dem Tagesgeschäft" vor allem in den sozialen Bereichen ohne diese Bündelung von Finanzströmen und Kompetenzen nicht möglich gewesen wäre. Insofern erfüllte die Kreisgebietsreform eine wichtige Funktion.

Dem Kreistag kam und kommt in dieser Hinsicht eine besondere Bedeutung zu. Bei aller Unterschiedlichkeit der Ansichten, war Konstruktivität in der Sache die Grundlage unserer Erfolge.

Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Die Größe des Landkreises führt in Bezug auf unsere Städte und Gemeinden zu einer gewissen Problemferne. Insofern sind letztere bedeutsamer geworden. Bedeutsamer als Ankerpunkt, Ansprechpartner und Heimat im Sinne des Wortes.

Diese ersten 10 Jahre Landkreis Bautzen waren eine gute Zeit. Der Kreis bildete dabei lediglich den Rahmen. Ausgefüllt wurde dieser von den Menschen mit ihren Begabungen und Initiativen. Es ist schön, dass es so viel Engagement gibt - sei es privat oder gewerblich, im Haupt- oder Ehrenamt.

Ich danke Ihnen allen!

Ihr

Michael Harig

10 Jahre Landkreis Bautzen

Die Abbildung zeigt das Logo zu 10 Jahre Landkreis Bautzen

Wappen des Landkreises Bautzen

Wappen Landkreis Bautzen

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