
Sorbische Mädchen beim traditionellen Verzieren von Ostereiern
Witajce k nam !
Zweisprachig wird der Gast im Landkreis Bautzen begrüßt, in welchem neben Deutschen auch die Sorben, Angehörige des kleinsten westslawischen Volkes, leben. Dieser Zweisprachigkeit begegnet man in vielen Gemeinden des Landkreises nicht nur auf Wegweisern, Orts- und Straßenschildern, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen, und nicht zuletzt bei der sorbischen Bevölkerung des Landkreises selbst.
Die Sorben verstehen sich als Nachfahren der westslawischen Stämme der Milzener und Lusizer, welche im 6. Jahrhundert das Gebiet der heutigen Ober- und Niederlausitz besiedelten.
Heute leben etwa 60 000 Sorben in den sächsischen Landkreisen Bautzen und Görlitz und im Süden Brandenburgs.
Sorbische Traditionen und Bräuche sind bis heute lebendig geblieben.
Der Freistaat Sachsen, das Bundesland Brandenburg und der Bund fördern und bewahren gemeinsam durch die
Stiftung für das sorbische Volk die sorbische Sprache und Kultur. Als Dachverband der sorbischen Vereine vertritt die Domowina die Sorben seit ihrer Gründung 1912.